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Blick auf das Schloss und die St.-Marien-Kirche in Winsen (Luhe)
Marktstraße mit St.-Marien-Kirche
Blick vom Kirchturm der St.-Marien-Kirche auf die Marktstraße in Winsen (Luhe)

Winsen (Luhe), umgangssprachlich oft Winsen an der Luhe, ist die des in, und eine. Sie ist mit rund 35.000 Einwohnern nach die zweitgrößte Stadt des Landkreises und gehört zur.

Inhaltsverzeichnis

Lage[ | ]

Die Stadt befindet sich als in der am Fluss zwischen den (20 km) und (30 km).

Nachbargemeinden[ | ]

Gemeindegliederung[ | ]

Durch eine Gemeindereform 1972 wurden die 13 bisher selbständigen Gemeinden,,,,,,,,,,, und nach Winsen eingemeindet und sind jetzt Ortsteile der Gesamtstadt mit jeweils eigenem, die vom Rat der Stadt Winsen auf Vorschlag der im jeweiligen Ortsteil bei der stärksten Partei für fünf Jahre bestellt werden.

Klima[ | ]

Winsen liegt in einer Übergangszone zwischen dem maritim beeinflussten und dem kontinental geprägten Klimabereich. Das Wetter wird durch Luftmassen des Kontinents (Norddeutsche Tiefebene) geprägt.

Das Klima (Jahresmittelwerte)
Aspekt Zeitraum Werte
Sonnenscheindauer
 
im Mai und Juni
im Jahresmittel
7,3 h / Tag
4,3 h / Tag
Tageshöchsttemperatur
 
im Juli und August
im Jahresmittel
22,5 °C
~13 °C
Niederschlag im Jahresmittel   63 l / Monat

Der März ist der trockenste Monat.

Frühgeschichte und Mittelalter[ | ]

Die schuf die Voraussetzung für eine Besiedelung. Sie erreichte an dieser Stelle das der Elbe, die mitgeführten Stoffe des Flusses lagerten sich zu einem Schwemmlandfächer, der sich im Laufe der Zeit um einige Meter aus dem Elbtal hob. Wann die ersten Menschen sich ansiedelten, ist nicht bekannt. Durch diese Aufschüttung entstand ein idealer Naturhafen und wurde ein optimaler Umschlagplatz vom Wagen zum Schiff und umgekehrt, da er bei Hoch- und Niedrigwasser genutzt werden konnte. Der Hafen Winsen, der sich im südlichen Bereich der Luheinsel befand, war im 14. Jahrhundert vor allem für die Holz- und Getreideausfuhr wichtig und trug wesentlich zum Aufstieg Winsens zur Stadt bei. Die Bedeutung des Schiffsverkehrs zwischen Winsen und Hamburg ist durch viele Urkunden belegt und nahm erst im 19. Jahrhundert mit dem Aufkommen der und den neuen an der Elbe ab.

Am 21. Mai 1158, unter der des, wurde Winsen erstmals in einer Urkunde des erwähnt, das den an jenes Stift abführen müsse. Der Bischof regelte in dieser Urkunde die Streitigkeiten der Stiftsherren in Bardowick. Die Urkunde ist nur in einer späteren Abschrift erhalten geblieben. Bei der Abschrift wurde wahrscheinlich der ursprüngliche Ortsname Winhusen durch Winsen ersetzt. Zur Zeit der Stadtwerdung hieß der Ort Winhusen, später entstand daraus verkürzt Winsen. In der Vergangenheit haben verschiedene Autoren unterschiedliche Deutungen vorgeschlagen. Doch die urkundlich belegbaren geographischen Gegebenheiten Winsens und eine grammatikalisch korrekte Wortbildung des Ortsnamens Winhusen lassen folgenden Schluss zu: Der zweite Namensbestandteil im Ortsnamen „husen“ deutet auf Häuser hin. Der erste Namensbestandteil, das sog. Bestimmungswort in Ortsnamen erscheint in den meisten Fällen im Genitiv und ist oft der Personenname oder der Hof eines Adeligen, der mit der Ortsgründung in Verbindung gebracht wird. Gelegentlich beschreibt er auch Besonderheiten des Ortes. Beim ersten Namensbestandteil „Win“ handelt es sich wahrscheinlich um eine alte deutsche, verkürzte genitivische Endung, im Nominativ „Wi“ genauso auch „Vi“, was im Mittelniederdeutschen Sumpf, Bruch oder Teich bedeutet. In mittelalterlichen Urkunden sind vier Sümpfe oder Brüche rund um die Stadt namentlich belegt. Daher ist die Deutung des Ortsnamens Winhusen mit Häuser an den Sümpfen (oder Brüchen) zurzeit die am wahrscheinlichsten.

An einem Übergang der Luhe entstand eine, die 1315 in einer Urkunde erwähnt wird. Eine Beurkundung aus dem Jahr 1277 legt nahe, dass das Schloss bereits zu diesem Zeitpunkt existiert hat.

Im Stadtkern Winsens unterhielt die Gemeinde in eine Filialkirche. 1233 erwarben und ihr Sohn im Tauschwege das über die Kirche Winhusen. Dadurch kam es zur Abkoppelung von der Mutterkirche Pattensen und die Winsener Kirche wurde eine selbständige Pfarrkirche. Mit der Ernennung Ottos zum Herzog von Braunschweig-Lüneburg 1235 lag das Kirchenpatronat fortan bei dem.

Zu Beginn des war Herzog 1371 gezwungen, die Lüneburg nach Winsen zu verlegen. Das diente fortan als Großvogtei Winsen und verwaltete die welfischen Güter im Nordteil des, das ein Teilfürstentum des war.

Ehemaliges Leprosenhospital St. Georg

Seit 1348 bis etwa 1478 bestand in Winsen eine der Lüneburger.

1392 wurde Winsen Mitglied der, einem Herrschaftsvertrag zwischen den und den des. Allerdings wurde Winsen 1396 gezwungen die Sate wieder verlassen, wobei wichtige Rechte aus dem Vertragswerk, insbesondere die von Lüneburg erworbenen Vorrechte, weiterhin in Kraft blieben, was die Entwicklungsmöglichkeiten Winsens zugunsten Lüneburgs stark beschränkte.

1401 wird erstmals das St. Georg erwähnt, das sich damals außerhalb der Stadt befand.

Im 14. und 15. Jahrhundert wurde das Schloss samt den dazugehörigen Ländereien durch die Herzöge mehrfach verpfändet. So gehörte es 1374 bis 1389 dem Rat der Stadt, ging 1396 an und, war von 1434 mit Unterbrechungen wieder im Besitz von Lüneburg und ging von 1493 bis 1523 an die. 1415 wird erstmals eine Winsener Schule urkundlich erwähnt. Sie war eine Einrichtung der Kirche.

St.-Marien-Kirche der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers

Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die gotische St.-Marien-Kirche als Nachfolgebau der 1233 genannten Kirche am selben Standort gebaut. Ab 1477 entstand ein und der auf der Luheinsel.

Reformation und Dreißigjähriger Krieg[ | ]

Herzog führte auf Druck der Stadtbevölkerung 1526 die ein und zwang die Franziskaner 1528 den Ort zu verlassen. Im gleichen Jahr vernichtete ein Großbrand alle Gebäude bis auf das Schloss, die Kirche und das Kloster. 1585 zerstörte erneut ein Brand zwei Drittel der Stadt. Nach dem Stadtbrand von 1585 wurde der Adelshof der lüneburgischen Adelsfamilie Haselhorst, ein adeliges weltliches der welfischen Herzöge, aufgesiedelt und mit Bürgerhäusern bebaut. Johann Haselhorst war ab 1529 Verwalter des Klosters Lüne und seit 1532 auch Amtshauptmann von Winsen und fürstlicher Rat und Vertrauter Ernst des Bekenners. Der Haselhorsthof war ursprünglich ein fürstliches, das schon 1438 erwähnt wird und befand sich von 1543 bis zu seinem Tode 1549 in dem Besitz von Johann Haselhorst. Die Straße heißt noch heute „Haselhorsthof“. Die Reste dieses Adelshofes, später „Brauhof“ genannt, wurden 1972 abgerissen. Ein weiteres fürstliches Vorwerk wird urkundlich 1543 erwähnt. Dieses lag in der Nähe des heutigen Finanzamtes und war mit Gräben umgeben. Zwar wurde dieses Vorwerk 1624/25 aufgehoben, dennoch existierte es aber in anderer Form weiter. Auf dem Stadtplan von 1785 ist diese Anlage noch vorhanden.

Von 1593 bis 1617 wurde das Schloss Winsen durch, der Witwe als Altersitz bewohnt. Sie ließ den Umbau der Schlosskapelle im einzig erhaltenen Turm des Schlosses vornehmen. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts war das Schloss Winsen Schauplatz mehrerer.

Winsen um 1650

Herzog gründete 1619 in Winsen eine. Diese hat sich wohl in der unmittelbaren Nähe der Wassermühle befunden und bestand bis 1626. Im Zuge des wurden die Befestigungsanlagen des Schlosses verstärkt. Seit April 1627 gab es in Winsen eine kaiserliche Besatzung von etwa 100 Mann. Im selben Jahr drangen die auf lutherischer Seite kämpfenden Dänen kurzzeitig in die Stadt ein, plünderten diese und setzten etwa 25 Häuser in Brand. Das Schloss mit den lüneburgischen Soldaten wurde dabei nicht angegriffen. Nach dem Gefecht am Pinneberger Schloss im September 1627 wurde der verletzte auf Befehl von in das Schloss Winsen gebracht, um seine Verletzungen auszukurieren. Später folgten die Schweden und drängten die kaiserlichen Truppen zurück. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde das Schloss nur noch als Sitz der genutzt und ab 1882 durch verwaltet.

Nach dem sogenannten Kalkberg-Abkommen 1637 sollte die Stadt vom Militär geräumt und die Befestigungsanlagen abgebaut werden. Dies geschah allerdings nicht im vollen Umfang. Drei Stadtgräben mit den dazwischen liegenden Wällen blieben erhalten und waren nach wie vor für den zivilen Verkehr unpassierbar. Die Stadttore wurden erst 1827 abgerissen. Die Menschen lebten in niedrigen Häusern, die dicht an dicht mit dem Giebel zur Straße standen. Brände verwüsteten wiederholt große Teile des Ortes. Es gab Handwerksbetriebe, Schiffs- und Fuhrleute schlossen sich in Ämtern zusammen, Krüge und Herbergen lebten vom Durchgangsverkehr.

Neuzeit und Industrialisierung[ | ]

Während des wurde Winsen 1757 von französischen Truppen besetzt.

1792 wurde in der Marktstraße der berühmteste Sohn der Stadt,, geboren. Nachdem er seine Kinder- und Jugendjahre in seiner Heimatstadt verbrachte, gelangte er über mehrere Stationen 1823 nach Weimar als Mitarbeiter und Vertrauter von. Hier erlebte er die letzten neun Lebensjahre Goethes als „strahlender Schatten“ und gewann seinen festen Platz in der Literaturgeschichte durch seine „Gespräche mit Goethe“ und seinen treuen Dienst für den Dichterfürsten über dessen Tod hinaus. Als Ehrung wurde 1939 die Schulstraße in Eckermannstraße umbenannt. Jährlich zum Geburtstag Eckermanns legen Schüler der Johann-Peter-Eckermann-Realschule am 21. September vor dem Denkmal ihres Namenspatrons einen aus Heide gebundenen Kranz nieder. Der Kulturverein Winsen (Luhe) e.V. sorgt für die Pflege von Eckermanns Grab auf dem in.

1810 gehörte Winsen für vier Monate zum Distrikt Harburg des französischen des. Von 1811 bis 1814 gehörte Winsen zum Distrikt Lunebourg des des. Nach dem 1814 gehörte Winsen zum.

Rathaus von Winsen

1827 wurden die Stadttore abgebrochen und die Kontrollen an der Stadtgrenze entfielen. Um 1830 gab es die erste Bebauung außerhalb der alten Stadtgrenzen als zuerst der Kranwall schrittweise bebaut wurde. 1847 wurde Winsen an das angeschlossen ().

Der Komponist verbrachte ab 1847 mehrere Erholungsaufenthalte im Hause des Papiermachers Adolph Heinrich Giesemann in der Deichstraße. Von Winsen aus begann Brahms 1853 seine erste Konzerttournee.

1852 zog das Amtsgericht in die Räume des Schlosses. Mit der Einführung der Gewerbefreiheit durch die preußische Regierung durfte 1868 erstmals in Winsen eine Zeitung erscheinen. 1870 ging aus ihr die „Winsener Nachrichten“ hervor, später dann der „Winsener Anzeiger“, der bis heute erscheint. Ab 1858 entstanden die ersten Industrieanlagen wie auch die Papierfabrik Eppen sowie zahlreiche neue Gebäuden: 1894 die Volksschule, 1895 ein Postgebäude, 1896 das Rathaus und 1899 eine Kreissparkasse.

Winsen (W. an der Luhe), Kreisstadt im preuß. Regierungsbezirk Lüneburg, an der Luhe, unweit ihrer Mündung in die Ilmenau, und an der Linie Lehrte-Harburg der Preußischen Staatsbahn, 8 m ü. M., hat eine evang. Kirche, ein Schloß, ein Amtsgericht, eine Oberförsterei, Tabaks- und Zigarren-, Papier- und Kunstwollfabrikation, Bierbrauerei, Branntweinbrennerei, Schiffahrt, lebhaften Handelsverkehr mit Hamburg und (1885) 2973 fast nur evang. Einwohner.

– Eintrag in Meyers Konversationslexikon von 1890

1900 erhielt die Tuchfabrik Naylor & Lemm an der Bahnlinie Hannover–Hamburg die Genehmigung ein zur ihrer Fabrikanlagen zu errichten. Sie bekam im Gegenzug den Auftrag, die Stadt und ihre Bürger mit Strom zu versorgen. Die Stadt übernahm das Elektrizitätswerk 1926 und kurz darauf später entstanden die Stadtwerke Winsen.

1926 wurde in Winsen die gebaut. Im gleichen Jahr errichtete die Hamburger Maschinenfabrik Alfred Eriksen ein Werk in der Luhdorfer Straße in Winsen. 1929 wurde das Finanzamtsgebäude am heutigen Von-Somnitz-Ring fertiggestellt. Im Gegenzug wurde das alte Finanzamtsgebäude in der Marktstraße, das bis 1896 das Rathaus und das Geburtshaus der Kammersängerin war, unter erheblichen Protesten abgerissen.

Im Zuge der wurde 1932 der aufgelöst und in den eingegliedert. Ungeachtet der Proteste und ohne Anhörung der Bevölkerung geschah diese Eingliederung recht ungeschickt als reiner Verwaltungsakt der damaligen preußischen Regierung. Winsen war fortan nicht mehr Kreisstadt. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich außerhalb des Landkreises Harburg im. Durch das, das am 1. April 1937 in Kraft trat, wurde Harburg-Wilhelmsburg zum 1. April 1938 zusammen mit anderen Gebieten zur Einheitsgemeinde Hamburg vereinigt. Seitdem befand sich der Sitz des Landkreises Harburg nicht mehr in, sondern in der.

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[ | ]

Am 23. April 1932 sprach auf einer Kundgebung im Rahmen des Wahlkampfes zum in der Winsener Viehhalle. Bei der am 24. April 1932 erhielt die 162 Mandate, 153 mehr als bei der vorherigen Landtagswahl. Bei den Reichstagswahlen vom 31. Juli 1932 erhält die NSDAP im Wahlkreis 15 – Osthannover, zu dem auch Winsen gehört, 49,5 % der Wählerstimmen.

Als die am 1. April 1933 den „“ anordnete, postierte der Kreisbildwart der vor dem einzigen jüdischen Geschäft in Winsen, das Kaufhaus Stern in der Bahnhofstraße und fotografierte die Kundschaft. In der am 9. November 1938 wurde das Kaufhaus von Bernhard Stern beschmiert und die Fenster des Geschäfts und der Wohnung zerstört. Einen Tag später wurde das Geschäft geschlossen und liquidiert. Im Zuge der mussten auch die Winsener Juden ab 1939 die zusätzlichen Vornamen Sara beziehungsweise Israel annehmen. Bis 1943 wurden die letzten acht Winsens, darunter auch Bernhard Stern. Seine Frau Elsa Stern, die von den Nationalsozialisten als „Halbjüdin“ eingestuft wurde und vorerst nicht zur Deportation vorgesehen war, begleitete ihren Mann mit ins Lager und in den Tod.

1938 lag die Einwohnerzahl vor Ausbruch des bei 5369 Bürgern. In Winsen gab es während der Kriegsjahre mehrere Zivilarbeitslager für ausländische Kriegsgefangene und Zivilpersonen. In der Stadt existierten weitere Unterkünfte für Zwangsarbeiter.

Ein britischer Panzer in Hoopte am 20. April 1945

Durch die kriegsbedingte Zerstörung des Landratsamtes in wurde 1944 der Sitz der Kreisverwaltung wieder in das Winsener Schloss verlegt. 1945 wurde Winsen immer wieder von Tieffliegern angegriffen. Ziele waren hauptsächlich die Bahnanlagen und die Fabriken an der Bahnlinie Hannover–Hamburg. Zum Kriegsende war Winsen geworden. Verwundete lagen in den Sälen des Schützenhauses, Beckmanns Hotel (heute Haus des Handwerks), Ahlers Tivoli, Bahnhofshotel, Polizeikaserne und der Volksschule (heute Alte Stadtschule). Zum Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Winsen am 19. April 1945 durch die britische 11th Armoured Division (11. britische Panzerdivision) und der 1st Herefordshire Regiment (Infanterie) eingenommen.

Nachkriegszeit und jüngste Geschichte[ | ]

Nach der Kapitulation Deutschlands setzte die britische Regierung in der von ihr kontrollierten für den Kreis Harburg die 505. Militärregierung unter Führung von Major Alan Seddon. Er amtierte als British Resident Officer zusammen mit seinem Stab in der Villa Eppen in der Bahnhofstraße in Winsen. Major Seddon setzte am 19. November 1945 den Politiker (DP, NSDAP) und Korvettenkapitän als stellvertretenden Vorsteher der Gemeinde Winsen ein und am 26. November 1945 trat das erste berufene Bürgervorsteher-Kollegium zusammen, dass am 15. September 1946 erstmals demokratisch gewählt wurde. Von 1948 bis 1952 amtierte Broistedt als gewählter Bürgermeister und wurde danach Landrat des Kreises Harburg.

Am 1. November 1949 erschien die erste Ausgabe des . Damit gab es erstmals nach dem Krieg wieder eine in Winsen ansässige. Sie ist aus den ehemaligen Winsener Tageszeitungen Winsener Nachrichten und Winsener Zeitung hervorgegangen.

Ab 1950 wurde die vorliegende Struktur der Stadt vornehmlich durch die verkehrsgünstige Lage zur Entlastung Hamburgs geprägt. Durch den Flüchtlingszuwachs wuchs die Bevölkerungszahl bis 1950 auf 8.886 Einwohner.

Das Gymnasium Winsen entstand 1955, bekam 1970 am Ende der Bürgerweide ein neues Schulgebäude. Das neue Schulgebäude der 1925 als selbständige Schule eingerichteten Mittelschule, heute Johann-Peter-Eckermann-Realschule an der Bürgerweide wurde 1957 fertiggestellt. Durch den Bevölkerungszuwachs entstanden weitere Schulen: 1968 die Grund- und Hauptschule an der Fuhlentwiete, im selben Jahr das neue Schulgebäude für die Sonderschule in der Bürgerweide. Weitere Schulen entstanden in den Ortsteilen Winsens.

Am 30. Juni 1958 entschied der Kreistag auf einer Sitzung in für den Bau eines Kreishauses und damit den Sitz des in Winsen. Das Kreishaus wurde am 10. März 1961 eingeweiht.

Während des wurde im Juni 1962 in der Hamburger Straße 81 die Stadt auch Standort der Technischen Grenzschutzabteilung Nord (GSA T Nord) sowie der Grenzschutzverwaltungsstelle des (BGS). Der BGS-Standort wurde 1999 aufgelöst.

Am 1. Juli 1972 wurden die Gemeinden Bahlburg, Borstel, Gehrden, Hoopte, Laßrönne, Luhdorf, Pattensen, Rottorf, Roydorf, Sangenstedt, Scharmbeck, Stöckte und Tönnhausen im Zuge der Gemeindereform eingegliedert. Die Einwohnerzahl stieg dadurch von 12.363 im Jahr 1970 auf rund 22.000 Einwohner an.

Von 1972 bis 1984 wurde die Altstadt umfassend saniert und die den modernen Bedürfnissen angepasst. Dabei gingen einige historische Gebäude, unter anderem die Villa Eppen und der historische Brauhof verloren. Er war der Rest eines Adelshofes, der im Ursprung als fürstliches Vorwerk der welfischen Herzöge schon 1438 erwähnt ist. Das Krankenhaus „Bethesda“ in der Wallstraße wurde aufgegeben, 1974 erfolgte der Neubau des Krankenhauses Winsen und gehört heute zum Elbe-Heide-Krankenhausverbund. 1976 wurde das in Hoopte fertiggestellt. 1975 wurde der stattliche „Schützenpalast“ abgerissen. An dessen Stelle wurde 1980 die Stadthalle als modernes Veranstaltungszentrum gebaut. 1977 wurde im Süden der Stadt eine Bahnunterführung gebaut und beendete damit den oft auftretenden Verkehrsstau.

Durch einen Grenzänderungsvertrag zwischen der Stadt Winsen/Luhe und der Gemeinde Stelle, der eine Grenzbereinigung zwischen Ashausen und Achterdeich zum Inhalt hatte, wurde am 1. Juli 1981 ein Gebietsteil mit damals etwa 80 Einwohnern an die Nachbargemeinde Stelle abgetreten.

Dahlien im Parkteil „Gärtner-Fantasien“ in den Luhegärten, dem ehemaligen Landesgartenschaugelände
Die 1889 erbaute MTV-Turnhalle an der Eckermannstraße. Zustand knapp drei Jahre vor der Zerstörung

1987 wurde eine zum ersten Teilstück an die neugebaute (seit November 2010 Teil der ) fertiggestellt. 1991 folgte der Bau der und die Einweihung der Fußgängerzone in der Innenstadt. In dieser Zeit wurde der Schlossplatz repräsentativ umgestaltet.

1992 wurden rund 360 Asylsuchende in Winsen aufgenommen, die von den Zentralen Anlaufstellen in Braunschweig und Oldenburg weitergeleitet wurden. Rund 61 Asylsuchende wurden dabei im ehemaligen „Hotel Stadt Hamburg“ in der Bahnhofstraße 64 untergebracht. Am 29. November 1992 verübten zwei junge Männer einen Brandanschlag auf die Wohnung einer Familie aus Rumänien.

Seit 2000[ | ]

Vom 21. April bis zum 15. Oktober 2006 wurde in Winsen die dritte unter dem Motto „Eine blühende Fantasie“ durchgeführt. Die Veranstaltung endete mit 536.000 Besuchern und der Übergabe der 22 ha großen Parklandschaft an die Winsener Bevölkerung. Das ehemalige Landesgartenschaugelände trägt heute die Bezeichnung „Luhegärten“.

2008 beging Winsen sein 850-jähriges Stadtjubiläum und war vom 4. bis 6. Juli 2008 Ausrichter für das 28. Landesfest.

Durch den Abriss zweier Häuser in der Deichstraße, Ecke Mühlenstraße wurden bei archäologischen Grabungen im April 2012 Teile des ehemaligen Klosterfriedhofs gefunden.

Am 10. April 2016 wurde die 1889 erbaute MTV-Turnhalle in der Eckermannstraße durch Feuer komplett vernichtet. Das Kulturdenkmal mit seiner aufwendigen Fachwerkbauweise war Winsens erste Turnhalle und diente im Zweiten Weltkrieg als Lazarett. Sie war über 125 Jahre Treffpunkt des Sports und anderer Veranstaltungen. Nachdem der TSV Winsen 2015 seine sanierungsbedürftige Sportstätte der Stadt Winsen übergeben hat, wurde diese zur Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert. Ein Bewohner hat gestanden, seine Unterkunft angezündet zu haben. Unter den Einwohnern löste die Zerstörung „ihrer“ Turnhalle großes Entsetzen und Trauer aus.

Evangelisch-lutherische Kirche[ | ]

Winsen ist konfessionell in der Mehrheit evangelisch-lutherisch und ist im Stadtgebiet mit dem Kirchenkreis Winsen im Kirchensprengel Lüneburg vertreten. Ihm gehören die Kirchengemeinden St. Marien (Kerngebiet Winsen), St. Jakobus (südliche Stadt) und St. Gertrud (im Ortsteil Pattensen) an.

Eine wichtige diakonische Einrichtung im Kirchenkreis ist der Herbergsverein Winsen/Luhe und Umgebung e.V. Er begann als sogenannte Nichtsesshafteneinrichtung, das -Heim in Winsen. Daraus ist mittlerweile ein großes Zentrum der Wohnungslosenhilfe, Suchtkrankenhilfe, Jugendberufshilfe mit vielseitigen Arbeitsfeldern entstanden.

Katholische Kirche[ | ]

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden zahlreiche Flüchtlinge und Vertriebene in Winsen eine neue Heimat, darunter auch viele Katholiken. Die Kirchengemeinde Winsen wurde im August 1945 von dem aus stammenden Propst Leo Koplin gegründet. 1949 weihte der die Kapelle und die katholische Pfarrei wurde selbstständig. Die Gemeinde nutzte die Kapelle, bis 1967 die neue Pfarrkirche „Guter Hirt“ mit Gemeindezentrum und Pfarrhaus im neu angelegten Hansaviertel entstand.

Sonstige christliche Religionsgemeinschaften[ | ]

In Winsen existieren neben der evangelischen Landeskirche und der römisch-katholischen Kirche weitere christliche Kirchen und Gemeinschaften:

Die ist seit 1923 in Winsen ansässig. Seit 1993 besitzt sie eigenes Kirchengebäude im Laßwehr. 2013 wurde die Gemeinde Winsen mit der Gemeinde in zu einer Gemeinde zusammengeschlossen und nutzen abwechselnd beide Kirchengebäude.

Die e. V. versammelt sich seit vielen Jahren in ihrem Kirchengebäude in der Hamburger Straße. Die Gemeinde hat einen Pastor.

Im Europaring befindet sich der der .

Die ist erst seit wenigen Jahren in Winsen ansässig. Sie haben ihren Versammlungsraum in der Dieselstraße.

Islamische Gemeinde[ | ]

In Winsen leben rund 3000 ; der überwiegende Teil ist türkischer Abstammung. 1984 wurde der türkische Arbeiterverein DITIB ( = Türkisch-Islamische Gemeinde zu Winsen (Luhe) e. V.) in Winsen gegründet, der eine unterhält. Der Verein ist Mitglied bei, der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion.

Stadtrat[ | ]

Der Rat der Stadt Winsen besteht aus 38 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Stadt mit einer Einwohnerzahl zwischen 30.001 und 40.000 Einwohnern. Die 38 Ratsmitglieder werden durch die für jeweils fünf Jahre gewählt. Stimmberechtigt im Rat der Stadt ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister.

Der Stadtrat setzt sich nach der folgendermaßen zusammen:

Diagrammdarstellung von Wahlergebnis und Sitzverteilung

Stadtratswahl 2016

Wahlbeteiligung: 53,46 %

 %

40

30

20

39,26

20,54

16,09

4,05

4,61

2,02

3,19

9,52

0,72

Gewinne und Verluste

im Vergleich zu 2011

 %p

 10

   8

   6

   4

  -2

  -4

  -6

  -8

-2,95

-7,11

+1,90

-0,03

+2,52

-4,94

+1,35

+9,52

-0,26

Sitzverteilung im Stadtrat

Insgesamt 38 Sitze

Bürgermeister[ | ]

Hauptamtlicher Bürgermeister und damit Leiter der Stadtverwaltung ist seit 2011 der vorherige Landtagsabgeordnete (CDU). Neben dem hauptamtlichen Bürgermeister gibt es drei weitere, vom Stadtrat gewählte stellvertretende Bürgermeister, die den Bürgermeister in protokollarischen Aufgaben unterstützen und vertreten.

Liste der Bürgermeister ab 1946
  • 1946–1948: Wilhelm Rohlandt (SPD)
  • 1948–1952: (DP)
  • 1952–1956: Albert Bollmann (DP)
  • 1956–1971: Fritz Broistedt (DP, ab 1959 CDU)
  • 1971–1972: Walter Köster (CDU)
  • 1972–1984: Heinrich Riedel (CDU)
  • 1984–2001: Gustav Schröder (CDU)
  • 2001–2005: Bodo Beckedorf (CDU)
  • 2005–2011: (parteilos)
  • seit 2011: (CDU)

Stadtdirektor[ | ]

Neben dem ehrenamtlichen Bürgermeister wurde 1947 ein Stadtdirektor als Hauptverwaltungsbeamter der Stadtverwaltung eingesetzt. Das Amt des Stadtdirektors wurde 2005 in das neugeschaffene Amt einer hauptamtlichen Bürgermeisterin integriert. Erste hauptamtliche Bürgermeisterin war.

Liste der Stadtdirektoren
  • 1947–1962: Erich Leuffert
  • 1962–1969: Günther Hamacher
  • 1969–1993: Jens Volkert Volquardsen
  • 1993–2005: Angelika Bode

Vertreter im Land- und Bundestag[ | ]

Der Winsener Wahlkreis wird seit der durch den direkt gewählten Abgeordneten () vertreten.

Den (Wahlkreis 36) vertreten () als direkt gewählter Abgeordneter sowie über die Landesliste (SPD) im (18. Wahlperiode).

Wappen und Flagge[ | ]

Das Wappen der Stadt Winsen zeigt im blauen Feld einen aufrecht schreitenden, rotzüngigen und mit roten Krallen bewehrten goldenen (oder gelben) Löwen, der von acht roten Herzen umgeben ist. Die Farben der Flagge sind blau, gelb, rot.

Städtepartnerschaften[ | ]

Winsen unterhält mit

Integriertes ländliches Entwicklungskonzept „ILEK Achtern-Elbe-Diek“[ | ]

Die Gemeinden,,, die Stadt Winsen und die haben sich 2006 zu einer Arbeitsgemeinschaft „Wirtschaftsraum Winsener Elbmarsch“ zusammengeschlossen.

Das Winsener Schloss

Winsener Schloss[ | ]

Hauptartikel:

Das Winsener Schloss wird urkundlich erstmals eindeutig 1315 erwähnt. Eine andere Urkunde aus dem Jahr 1277 deutet darauf hin, dass das Schloss wahrscheinlich zu diesem Zeitpunkt bereits existiert hat. Das Bauwerk diente den Großteil seiner Geschichte als Verwaltungsgebäude und war Sitz der Großvogte, Amtmänner und Landräte. Es beherbergt heute das, dadurch sind die Räume grundsätzlich nicht zu besichtigen. Seit 2008 ist im Schlossturm eine Ausstellung eingerichtet.

Marstall[ | ]

Der wurde ursprünglich als Gebäude für Pferd und Wagen einer fürstlichen Hofhaltung errichtet. Obwohl ein Balkenstück die Jahreszahl 1599 trägt, ist das Entstehungsjahr des heutigen Gebäudes unbekannt. Heute beherbergt der viergeschossige Fachwerkbau die Tourist-Information, die Stadtbücherei, das Heimatmuseum und einen Veranstaltungsraum. An der östlichen Giebelseite ist heute ein modernes Glockenspiel angebracht.

Der Marstall

St.-Marien-Kirche[ | ]

Der Bau der wurde wahrscheinlich um 1415 begonnen. Der wurde 1437, das 1465 eingedeckt. Die Kirche erhielt nur ein und das des Langhauses wurde nie vollendet. Die Innenausstattung stammt überwiegend aus der Zeit der großen Umgestaltung in den 1950er Jahren. Die bunten Chorfenster wurden von 1958 bis 1966 von erschaffen. Das Altarbild, das Taufbecken und die Kanzelplatten aus sind ein Werk von. Die Luther-Statue stammt vom in Winsen geborenen Bildhauer. Sie wurde, ebenso wie er Turm mit 62 Metern Höhe, 1899 fertiggestellt.

Blaufärberhaus[ | ]

In der Luhestraße befindet sich das älteste noch erhaltene Bürgerhaus der Stadt. Das Blaufärberhaus auf der sogenannten Luheinsel wurde gleich nach dem großen Stadtbrand 1585 errichtet. Der Giebel ist mit Renaissancemotiven reich verziert. Es ist innen nicht zu besichtigen.

Alte Häuser im Kehrwieder in Winsen (Luhe)

Das Stift St. Georg[ | ]

Die Kapelle St. Georg

Ehemals außerhalb der Stadt entstand vor 1401 ein, die Stiftung St. Georg. Die ist erstmals 1445 nachgewiesen. Das heutige Hospitalgebäude entstand 1766, die Kapelle wurde 1750 erbaut und erhielt ihr heutiges Aussehen 1903.

Weitere Bauwerke[ | ]

Historische Häuser der Altstadt mit der Luheinsel finden sich noch in der Deichstraße, Mühlenstraße, Luhestraße und im Kehrwieder.

Die Alte Stadtschule in der Eckermannstraße wurde 1893 im Stil des erbaut. Sie ist die älteste Schule Winsens und heute eine reine. Im Obergeschoss des Hauptgebäudes befindet sich eine historische, die für Veranstaltungen genutzt wird. Gegenüber befand sich die 1889 erbaute Turnhalle des MTV Winsen, die bei einem Brand im April 2016 bis auf die Grundmauern zerstört wurde. Das war die erste Turnhalle Winsens. Weitere sehenswerte Bauwerke sind das historische Rathaus von 1896. Das ehemalige Amtsschreiberhaus im Kehrwieder wurde bereits 1714 urkundlich erwähnt. Das Hotel „Zum Weißen Roß“ bestand schon 1684 und war 1866 Quartier von, Befehlshaber der Truppen im 1866. Die liebevoll restaurierte Buchengasse, ein Verbindungsweg zwischen Rathausstraße und Plankenstraße, lädt zum Verweilen ein. Die herzogliche Wassermühle wurde erstmals 1385 erwähnt und 1750 an die Südspitze der Luheinsel, dem heutigen Standort Mühlenstraße verlegt. Die Backsteinfassade erhielt sie 1940.

Denkmale[ | ]

Auf dem nördlichen Kirchplatz steht das durch die Stadt Winsen 1954 anlässlich seines 100. Todestages errichtete. Am Eckermann-Denkmal wird alljährlich Eckermanns Geburtstag mit einem Heidekranz gedacht, für dessen Beschaffung Schüler der Winsener Johann-Peter-Eckermann-Realschule sorgen. Auf der Südseite des Kirchplatzes befindet sich das für die des.

Seit 1992 steht die „Die Goldene Gans“ des dänischen Bildhauers Arne Ranslet auf dem Schloßplatz. Das Denkmal hat nur dekorativen Charakter, das der hat keinen Bezug zur Stadtgeschichte Winsens.

Ein Gedenkstein der Landsmannschaft Ost- und Westpreußen steht am Rande des Schloßplatzes und erinnert an die. Ein weiterer Gedenkstein mit dem Elchschaufel-Wappen der, den Wappen von und mit der Angabe der Entfernung: „1.000 km“ und der Inschrift „Gedenket der deutschen Gebiete im Osten mit den Landkreisen, in “ befindet sich an der Rote-Kreuz-Straße 6.

Im Turm der St.-Marien-Kirche befindet sich eine Kapelle in der Tafeln an die Gefallenen des 1870/71 und des erinnern. In einer Vitrine im der Kirche liegt ein Gedächtnisbuch an die Soldaten des aus.

An der Einfahrt zum Luhepark (ein 1999 durch einer ehemaligen BGS-Kaserne entstandenes Wohn- und Einkaufsgelände) befindet sich zur Erinnerung an den BGS ein Gedenkstein mit einem Bundesadler und der Aufschrift „Bundesgrenzschutz 1962–1999“.

2009 wurden zehn des Künstlers zur Erinnerung an die jüdischen Einwohner Winsens und den homosexuellen Kaufmann Ernst Meincke verlegt, die Opfer des Nationalsozialismus wurden.

Grünanlagen[ | ]

Die Winsener Luhegärten befinden sich auf dem Gelände der, die 2006 stattfand. Mit den neuen Parkanlagen wurden dauerhafte Werte für Winsen geschaffen und werden von verschiedenen Vereinen zu Veranstaltungen genutzt. Der Gartenschau Winsen e.V. gestaltet mehrmals im Jahr Blumenschauen. Das 22 Hektar große Natur- und Parkgelände gliedert sich in fünf unterschiedliche Parkbereiche: Im Park „Gärtner-Fantasien“ finden regelmäßig Veranstaltungen wie der „Dahlientag“ oder das „Tulpenfest“ statt. Außerdem befindet sich hier das „GartenCafe“ und die Themengärten „Chinesische Heilkräuterapotheke“ und der „Klostergarten“. Das „Luheband“ ist die der Luhe. Die neu geschaffenen Wege und die Luhepromenade laden zum Spazierengehen und Verweilen ein. „Luhis Lagune“ ist der Spiel- und Sportpark für Kinder und Jugendliche. Im Schlosspark „Dorotheas Garten“ befinden sich Rosenbeete und ein uralter Baumbestand. Mit dem Parkteil „Eckermann-Park“ wurde ein modern gestalteter Raum für Großveranstaltungen geschaffen. Mediterrane Terrassen und Kulturlandschaften von Winsens Partnerstädten bestimmen das Bild dieser Parkanlage. Die Winsener Luhegärten sind.

Die Stadt hat – vor allem durch die 1982 abgeschlossene – einen hohen Anteil an kleineren Grünanlagen. Ehemals bebaute Grundstücke sind heute wieder Naturflächen und laden zum Verweilen ein.

Friedhof[ | ]

Winsen verfügt seit 11. Oktober 1829 über einen sehenswerten Waldfriedhof in Trägerschaft der. Nach Erweiterungen im Jahre 1958 umfasst der Friedhof heute etwa 5,2 . Er wird von einer Mauer aus umschlossen und verfügt über einen uralten Baumbestand.

Im Jahre 1931 wurden auf dem Friedhof als nach dem Entwurf von Willi Pahl fünf etwa 8 m hohe Säulen aus rotem Backstein errichtet, die mit beschrifteten Tafeln verbunden sind mit dem Text:

Den Opfern des Weltkrieges
Aus der Stadt Winsen Luhe
Zur Erinnerung erbaut
In der schweren Notzeit 1931

Die Säulen tragen die Jahreszahlen 1914 bis 1918. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden 1958 zwei zusätzliche Säulen rechts und links errichtet, die die Jahreszahlen 1939 und 1945 tragen. An diesem Gefallenendenkmal findet die jährliche Gedenkveranstaltung zum mit Kranzniederlegung statt. 101 mit Steinkreuzen finden sich in der Nähe des Denkmals. Dort befinden sich unter anderen auch die Ruhestätten von Bürgermeister Gustav von Somnitz, dem ersten Ehrenbürger der Stadt und dem General der Artillerie.

Am östlichen Friedhofsgeländes befinden sich weitere von 14 Kriegsopfern (das jüngste wurde sechs Jahre alt) sowie ein Massengrab für 14 unbekannte russische. Im April 2004 wurde auf dem Waldfriedhof eine Gemeinschaftsgrabanlage für eingeweiht, um die Bestattung nicht bestattungspflichtiger und verstorbener Kinder zu ermöglichen.

Jüdischer Friedhof[ | ]

Grabstein von Sara Horwitz, der einzigen Holocaust-Überlebenden Winsens

Hauptartikel:

Der an der Eckermannstraße zählt zu den ältesten im nordöstlichen Raum Niedersachsens und wurde von 1748 bis 1956 genutzt. Er ist heute als bedeutendes Kulturdenkmal geschützt. In der Zeit des wurde ein Teil des Friedhofs ausgehoben, um einen Stellplatz für ein Löschfahrzeug zu schaffen. Dabei wurden einige Gräber zerstört. Heute sind noch 46 vorhanden. Eine gibt es heute nicht mehr in Winsen.

Theater[ | ]

Neben dem Theaterprogramm des Kulturvereins Winsen (Luhe) e.V. haben sich verschiedene Laien-Theatergruppen gegründet. Diese sind meistens in den Sportvereinen der Winsener Ortsteile organisiert und veranstalten Theateraufführungen. Jährlich findet ein „bunter Abend“ mit der der Feuerwehr in Rottorf statt.

Museen[ | ]

Im Marstall befindet sich das Museum mit einer Dauerausstellung zur Stadtgeschichte Winsens, Vor- und Frühgeschichte, Elbmarschkultur und zu. Darüber hinaus finden jährlich mehrere Sonderausstellungen zu verschiedenen kulturellen Themen statt. Das Museum präsentiert sich auf 4 Etagen behindertengerecht. Im Schlossturm ist eine Dauerausstellung zur und eingerichtet. Diese kann an bestimmten Tagen im Rahmen einer Führung besichtigt werden. In den Räumen der Kreisgemeinschaft Schloßberg (Pillkallen) ist die Heimatstube untergebracht. Hier ist eine Vielzahl von Gegenständen aus Ostpreußen ausgestellt aber auch Karten und Literatur aus der Region können dort eingesehen werden.

Kunst[ | ]

Zwischen 1995 und 2006 fand in der Nachbargemeinde jährlich die Landschaftskunst-Aktion „“ statt. Auf einer knapp 15 km langen Strecke durch die wurden fast ausschließlich Kunstwerke im Freien präsentiert, die besonders im Sommer auf großes Interesse stießen. Viele dieser Kunstwerke sind dort heute noch zu besichtigen.

Musik[ | ]

Der Kulturverein Winsen (Luhe) e. V. bietet ein anspruchsvolles musikalisches Programm. Neben Einzelveranstaltungen finden seit 1953 die Winsener Schlosskonzerte statt. Diese kammermusikalische Konzertreihe wurde von der Cembalistin und Pianistin ins Leben gerufen und fand in den ersten Jahrzehnten in der Schlosskapelle statt.

Die St.-Marien-Kirche ist der traditionelle Veranstaltungsort für Kirchenmusik. Regelmäßig finden dort musikalische Darbietungen und Aufführungen statt. Tradition hat die Konzertreihe Marktmusiken.

Das 1983 gegründete Ensemble L'ART POUR L'ART gehört zu den ungewöhnlichsten Formationen für zeitgenössische Musik. Ihr vielseitiges Programm ist an verschiedenen Orten zu erleben.

Die Winsen sowie die Martin Woodford School Of Music und die Big Band Woody’s Sound e.V. veranstalten regelmäßig Schülervorspiele und Konzerte.

Seit 2008 gehört auch das WinJam-Rapfestival (zu dessen Line-Up u.a. schon nationale Rapgrößen wie,,,, und zählten) zu den jährlichen Veranstaltungen.

Natur und Naturschutzgebiete[ | ]

Die Winsener Marsch ist besonders seit der Entstehung einer für den ab 1995 für (Hobby-) interessant geworden. Hier brüte(te)n u. a., und,,,,, und.

Das liegt südöstlich von Winsen und ist zwischen 1983 und 1989 durch Bodenaushub für den Bau der A250, heute A39 entstanden. Auf dem 60 großen Gelände haben sich wieder seltene Tierarten angesiedelt. Am Rande des befindet sich ein überdachter für die Naturbeobachtung.

2014 wurde das 434 Hektar große Niederungsgebiet von Luhe und Ilmenau zum Naturschutzgebiet erklärt. Die ist einer der letzten großen Lebensräume, die von Ebbe und Flut geprägt sind. Die Flächen dieses Naturschutzgebietes sind zum Großteil Überschwemmungsgebiet und liegen in den Gemarkungen Laßrönne, Stöckte und Winsen. Unter anderem finden hier Feuchtwiesenbrüter und Röhrichtbewohner optimale Lebensbedingungen. Für die im Umfeld brütenden Weißstorchpaare ist das Gebiet der Ilmenau-Luhe-Niederung ein bedeutendes Nahrungsgebiet.

Brauchtum[ | ]

Im Laufe des Jahres gibt es in Winsen einige : Winterausklang wird in den Dörfern mit mit Wahl von Faslam-Eltern (Faslamsvadder und Faslammudder), dem „Lumpenball“ (alternativ auch Faslamsparty, Faslamsdisko genannt), als Höhepunkt einem Umzug und das gemeinsame „Schnorren“ (Man läuft durchs Dorf, klingelt an jeder Tür, singt was vor und erwartet eine möglichst hochprozentige Gegenleistung, etwas Geld, ein paar Eier oder Ähnliches als Gegenleistung) und dem anschließenden Verzehr der erschnorrten Dinge auf einer Feier. Faslam gibt es – und das hängt mit der ursprünglichen Herkunft zusammen – natürlich nur auf dem Land. Selbst die Kernstadt Winsen, die ja doch noch eher dörflichen Charakter hat, hat keinen eigenen Faslam, sondern muss sich Jahr für Jahr den der Stöckter „leihen“.

Am Vorabend des 1. Mai findet das mit „“ statt. Ab Frühjahr bis Herbst finden und statt. Im Herbst gibt es für Kinder das „Laternenlaufen“, beim Umzug ziehen Kinder mit Laternen durch die Straßen; das Laternenlaufen hat Ähnlichkeit mit dem. In der gibt es und andere.

Kulinarisches[ | ]

Im Frühjahr (Ende Februar bis Ende März) ist. Stint wird ausgenommen, ohne Kopf, jedoch mit Schwanz und Gräten in Roggenmehl gewendet und in der Pfanne gebraten. Als Beilage gibt es Bratkartoffeln oder Kartoffelsalat. Beliebt sind auch. Die Spargelsaison beginnt Anfang/Mitte April und endet am 24. Juni (Spargelsilvester). Mitte April bis Ende Oktober ist Saison für, beispielsweise mit oder als mit. wird in der Winterzeit mit und serviert.

Freundschaftsgesellschaften[ | ]

In Winsen gibt es folgende bi-nationale Vereinigungen:

  • Europa – Union Deutschland – Gruppe Winsen
  • Deutsch-Japanische Gesellschaft – Winsener Japanfreunde e. V.
  • Deutsch-Indische Gesellschaft e. V. Winsen

Regelmäßige Veranstaltungen[ | ]

Besonders einige Feste prägen das gesellschaftliche Leben der Stadt im Jahresverlauf:

  • Pattenser – Jährlicher karnevalsähnlicher Umzug von zahlreichen Festwagen, Fußgruppen und Musik durch den Ortsteil Pattensen
  • Hoopter Faslam – Jährlicher karnevalsähnlicher Umzug von zahlreichen Festwagen, Fußgruppen und Musik durch den Ortsteil Hoopte
  • landKULT.- An drei Wochenenden im Jahr Kulturveranstaltungen auf einem Obsthof im Ortsteil Hoopte
  • Stöckter Faslam – Jährlicher karnevalsähnlicher Umzug von zahlreichen Festwagen vom Ortsteil Stöckte ins Winsener Zentrum und zurück
  • (Niederdeutsch: Buurnreken) – Jahresrückblickende Bürgerversammlung im Frühjahr mit Beteiligung von Bürgermeister und Ortsvorsteher.
  • Tanz in den Mai – Jedes Jahr am 30. April auf dem Schlossplatz mit und am darauf folgenden Samstag das Winsener Maibaumfest des Volkstanzkreises
  • – Die führt durch die Winsener Innenstadt auf den Stöckter Deich und findet am 1. Mai statt
  • Tulpenfest und Dahlientag auf dem ehemaligen Landesgartenschaugelände im Parkteil „Gärtner-Fantasien“, Förderverein Gartenschau Winsen e.V.
  • Winsener
  • Tönnhafen-Festival – und Dorffest am Tönnhäuser Hafen
  • auf der Luhe
  • des Schützenkorps Winsen (Luhe) von 1848 e.V.
  • Stöckter Hafenfest
  • Winsener Schlossnacht – Zeitgleiche abendliche Kulturveranstaltungen im Schloss, Marstall und der St.-Marien-Kirche
  • Scharmbecker – am 1. Wochenende im September, mit Festumzug frau sucht mann gelsenkirchen am Sonntag
  • Winsener Bierfest auf dem Schlossplatz

Sport[ | ]

In Winsen (Luhe) gibt es zahlreiche Vereine, der größte ist der mit über 3000 Mitgliedern, welcher bereits 1850 als MTV Winsen gegründet wurde. 1999 entstand der TSV aus der Fusion des SV/MTV Winsen und des TSC Winsen. Hauptsportplatz ist der Jahnplatz, der dem SV/MTV Winsen gehörte, während die TSC-Sportanlage an der Schirwindter Straße 2009 durch ein Wohngebiet ersetzt wurde. Der Vorgängerverein SV/MTV Winsen spielte beim Fußball in den 1970ern zeitweise in der höchsten niedersächsischen Klasse. Dort wurde 1975 auch der Zuschauerrekord von 3000 Zuschauern gegen Atlas Delmenhorst aufgestellt.

Aktuell spielt die Herrenmannschaft des TSV Winsen zusammen mit dem MTV Borstel-Sangenstedt und der SG Scharmbeck-Pattensen in der Bezirksliga 2 Lüneburg. Weitere Herrenmannschaften aus Winsen sind MTV Luhdorf-Roydorf (Kreisliga Harburg), SG Elbdeich (1. Kreisklasse Harburg), MTV Rottorf (2. Kreisklasse) und MTV Laßrönne (3. Kreisklasse).

Beim Handball spielte die bei den Herren zeitweise in der Oberliga und wurde dort 1988 Vizemeister. Über die Aufstiegsrunde gelang der Sprung in die Regionalliga Nord, die man nach einer Saison wieder verlassen musste. Bei den Frauen spielte die HG Winsen in der Saison 1985/86 ebenfalls in der Oberliga, stieg aber gleich wieder ab. Zurzeit spielt die HG Winsen mit den Herren in der Regionsoberliga und den Frauen in der Landesliga.

Seit 2017 findet auf der Golfanlage Green Eagle im Ortsteil Luhdorf die statt.

Regelmäßige Sportveranstaltungen[ | ]

  • Stadt- und Deichvolkslauf des TSV Winsen − Jährlich am 1. Mai
  • Internationales Jugend-Handballturnier „Elbemasters“ − Jährlich zu Pfingsten
  • Run for Help − Benefiz-Stadtlauf zugunsten der Multiple-Sklerose-Gesellschaft − Jährlich am ersten Freitag im September
  • Stadtpokal – traditionelles Hallen-Fußballturnier der Fußballvereine aus dem Winsener Stadtgebiet und Umgebung (MTV Ashausen-Gehrden, TSV Auetal, MTV Borstel-Sangenstedt, SG Elbdeich, Eintracht Elbmarsch, MTV Laßrönne, MTV Luhdorf-Roydorf, MTV Rottorf, SG Scharmbeck-Pattensen, TSV Winsen) – Austragungstermin und -ort ist jeweils der 1. Samstag im Januar in der WINArena

Wirtschaft[ | ]

Die zentrale Lage innerhalb der Metropolregion Hamburg und die direkte Anbindung an die und die daraus entstandene zeitliche Nähe zu den Autobahnen, und hat die Entwicklung Winsens als Wirtschaftsstandort entscheidend begünstigt.

Im Stadtgebiet haben sich rund 3000 Gewerbebetriebe angesiedelt. Der überwiegende Teil der Unternehmen sind in den Bereichen Bauwesen, Maschinen- und Fahrzeugbau, Holz-, Elektro-, Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie, Logistikdienstleistungen sowie Verwaltung und Handel ansässig.

Größte Arbeitgeber sind die Behörden des öffentlichen Dienstes mit über 1.500 Beschäftigten. Dazu zählen unter anderem die Stadt- und Kreisverwaltung, Finanzamt, Katasteramt, Amtsgericht, Kreiskrankenhaus, die Außenstelle der Arbeitsagentur Lüneburg sowie Geschäftsstellen der Krankenkassen AOK, BEK, DAK und IKK.

Winsen ist Standort mehrere gewerblichen Unternehmen mit mehr als 100 Arbeitnehmer. Der größte gewerbliche Unternehmer beschäftigt mehr als 300 Arbeitnehmer. Bekannte Unternehmen sind die Firmen

  • Alfred Kuhse GmbH (Prozess-Automatisierung, Notstromsteuerungen, Elektromagnete)
  • Logistikzentrum HAM2 im Gewerbegebiet Luhdorf, nördlichstes Logistikzentrum Deutschlands
  • , das Handelsunternehmen ist im Gewerbegebiet Luhdorf angesiedelt
  • Feldbinder Spezialfahrzeuge (Silo- und Tankfahrzeuge)
  • Koch-Anhängerwerke (Fahrzeug-Anhänger)
  • Dr. Loges + Co. GmbH, Hersteller von pharmazeutischen Produkten
  • , der größte europäische Lieferant für spezial Räder und Reifen
  • , der Textilhändler betreibt ein Zentrallager im Gewerbegebiet Luhdorf
  • , Großhandelsunternehmen für Personenkraft-, Nutzfahrzeug-Teile und Werkzeuge und Konzepte
  • Winsenia, Lebensmittelwerk der Firma, Tochter der

Insgesamt gibt es in Winsen fünf mit einer Gesamtfläche von etwa 193 Hektar. Das älteste ist das 11,8 Hektar große Gewerbegebiet Torfmoor, es wurde bereits in den 1950er Jahren an der einzigen Ost-West-Verbindung Winsens, der damaligen ausgewiesen. In den 1970er Jahren entstand mit seiner 37 Hektar großen Fläche das heute zweitgrößte Gewerbegebiet Winsens Osterwiesen. In der Nachbarschaft der Osterwiesen wurde in den 1990er Jahren das Gewerbegebiet Boschstraße angesiedelt. Die jüngsten Plätze für sind die Gewerbegebiete Gewerbepark Winsen-Ost mit 33 Hektar und das Gewerbegebiet Luhdorf mit rund 70 Hektar. Beide sind direkt an die angebunden.

Im Rahmen einer der ehemaligen Kaserne des Bundesgrenzschutzes entstand 2003 ein großflächiges Einkaufszentrum Luhepark mit einem Gründerzentrum und einem Fachmarktzentrum mit einem -Warenhaus. Im Luhepark wurden gleichfalls 150 Wohneinheiten in Einfamilien-, Reihen- und Doppelhäusern erbaut.

Insgesamt leben über 15.000 erwerbstätige Personen im Stadtgebiet. Viele von ihnen profitieren von der Lage Winsens an der. Den Bahnhof Winsen nutzen nicht nur rund 9000 Auspendler, sondern auch die ca. 6200 Einpendler, die einer Erwerbstätigkeit in Winsen nachgehen. Von den in Winsen lebenden Arbeitnehmer arbeiten 54 % im Dienstleistungsbereich, 25 % im Handel, Gastgewerbe und Verkehr, 20 % im produzierenden Gewerbe und 1 % in der Land- und Forstwirtschaft. Im Januar 2015 waren rund 1560 Menschen aus Winsen arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote im Landkreis betrug 4,7 %, die Beschäftigtenquote betrug 61,4 %.

Tourismus[ | ]

Winsen verfügt über viele Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, wie z. B. Radfahren, Kanufahren, Wandern, Skaten, Reiten, Segeln, Schwimmen und Golfen. Die Museumseisenbahn ist beliebtes Ausflugsgefährt. Die Ortsteile an der Elbe (,, ) sind an Wochenenden beliebte Ausflugsziele.

Wohnquartiere[ | ]

Die Wohnanlage Europaring liegt südlich der Bahnlinie. Bahnhof und Innenstadt sind schnell zu erreichen. Modellcharakter hatte dieses Wohnquartier beim Bau. Hier hatte sich ein besonderer Wohn- und Lebensbereich entwickelt. Die Beschaulichkeit kleinbürgerlicher Siedlungsformen hat sich mit (für Winsener Verhältnisse) urbanen Einflüssen gemischt. 2013 wurde das Hochhaus Europaring 18–20 mit dem Qualitätssiegel für sicheres Wohnen der Sicherheitspartnerschaft im Städtebau in Niedersachsen ausgezeichnet.

Bildungswesen[ | ]

In Winsen sind Kindergärten und Grundschulen sowie alle weiterführenden Schultypen wie Hauptschulen, Realschulen, zwei allgemeinbildende Gymnasien (Gymnasium Winsen und Gymnasium Roydorf), Berufsbildende Schulen vorhanden. Im Sommer 2011 wurde die (IGS) in Winsen-Roydorf gegründet. Sie ermöglicht alle Schulabschlüsse einschließlich das. Die Wolfgang-Borchert befindet sich in der Bürgerweide. Die Buchholzer Förderschule An Boerns Soll mit dem Schwerpunkt Geistige Entwicklung unterhält zwei Außenstellen in Winsen-Roydorf.

Die nächstgelegenen und befinden sich in Hamburg und Lüneburg. Außerdem gibt es die Musikschule Winsen mit einem umfassenden Unterrichtsangebot, das von rund 1.000 Schülern wahrgenommen wird. Die Landkreis Harburg bietet über ihre Winsener Geschäftsstelle ein breites Bildungsprogramm an.

Gesundheitswesen[ | ]

Das verfügt über 235 in den Fachgebieten,,, und,,,, sowie. Das Krankenhaus bildet zusammen mit dem die Krankenhaus Buchholz und Winsen gemeinnützige GmbH die vom als alleinigem Träger betrieben wird.

Medien[ | ]

Dominierende regionale in Winsen ist der . Daneben erscheint das mit einem eigenen Lokalteil. Weiterhin werden kostenlos und flächendeckend die und das an die Haushalte verteilt.

Büchereien[ | ]

Stadtbücherei[ | ]

Im historischen Marstall befindet sich die mit etwa 51.000 Medieneinheiten. Neben gedruckten Medien (wie Büchern, Zeitschriften und Tageszeitungen) bietet sie auch Non-Book- und virtuelle Medien sowie die Möglichkeit der an. Den Kunden der Stadtbücherei steht ein weiträumiges Serviceangebot zur Verfügung unter anderem ein Lieferservice für ältere, kranke oder behinderte Menschen, Verleih von, der ständige Büchereiflohmarkt, ein Internet-Arbeitsplatz und ein. Zum Testen des -Angebots können ausgeliehen werden. An die Stadtbücherei Winsen ist die Online-Bibliothek NBib24 angegliedert. Dieses Portal bietet einen Zugriff auf rund 17.000 digitale Medien wie E-Books, E-Papers, E-Audios und E-Videos. Nutzern der Stadtbücherei steht ein kostenloser Zugang zum Internet durch zur Verfügung.

Kinder- und Jugendbücherei St. Marien[ | ]

Die Bücherei der evangelischen St. Marien-Kirche ist im Gemeindehaus neben der Kirche untergebracht. Sie richtet sich mit ihrem Bestand hauptsächlich an Kinder, Jugendliche und Eltern und bietet Bücher, Hörbücher und zur kostenlosen Ausleihe an.

Veranstaltungsorte[ | ]

Die Stadthalle verfügt über gut 500 Plätze und ist das größte Veranstaltungszentrum Winsens. Weitere Möglichkeiten bieten unter anderem die St. Marienkirche, die Schlosskapelle, das „FORUM Soziales – Kultur“ in der Kapelle St. Georg, die Bürgerhalle des Rathauses, der Marstall und die katholische Kirche „Guter Hirt“. Die WINArena, eine 5-Feld-Sporthalle aus dem Jahr 2004, ist die größte Sporthalle Winsens.

Der Festplatz Bleiche ist der traditionelle Veranstaltungsort für und und mit rund 20.000 m² der größte Festplatz Winsens. Die Fläche war einst eine Torfabbaustelle und diente danach bis in die 1930er Jahre als Müllhalde. Heute wird die Bleiche neben den Veranstaltungen hauptsächlich als Parkplatz genutzt.

Auf dem Schützenplatz finden regelmäßig statt. Das Parkgelände Luhegärten bietet Platz für Freilichtveranstaltungen, im Parkteil Eckermann-Park sowie auf dem Schlossplatz finden regelmäßig größere Konzerte und andere Veranstaltungen statt. Der Kirchplatz der St. Marien-Kirche in der Innenstadt ist der traditionelle Veranstaltungsort für den Weihnachtsmarkt. Die Parkfläche des in unmittelbarer Nähe der Innenstadt dient dem als Alternativstandort.

Verkehr[ | ]

Straßenverkehr[ | ]

Winsen ist an die Autobahnen und über die angebunden. Erheblichen Verkehr verursachen mit Arbeitsplätzen in Hamburg mit den Schwerpunktzeiten morgens und nachmittags.

Eisenbahn


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